One-Shot Prompting
« Zurück zum Glossar IndexOne-Shot Prompting bezeichnet eine Prompt-Technik, bei der ein Sprachmodell genau ein Beispiel erhält, um eine neue Aufgabe korrekt auszuführen. Das einzelne Demonstrationsbeispiel definiert Format, Struktur oder Lösungslogik der gewünschten Antwort. Es dient als Referenzmuster für die anschließende Verarbeitung.
Funktionsweise und Einordnung
Beim One-Shot Prompting besteht der Prompt aus drei Elementen:
- einer Aufgabenbeschreibung
- genau einem Demonstrationsbeispiel
- dem neuen Input
Das Beispiel zeigt dem Modell, wie die Lösung aussehen soll. Anders als beim Zero-Shot Prompting wird die Erwartungshaltung nicht nur sprachlich beschrieben, sondern konkret illustriert.
Beispielstruktur:
„Beispiel:
Text: ‚Das Produkt ist hervorragend.‘
Sentiment: Positiv
Nun analysiere:
Text: ‚Der Service war enttäuschend.‘
Sentiment:“
Das Modell erkennt das Muster und überträgt es auf den neuen Input.
One-Shot Prompting reduziert Interpretationsspielraum, ohne den Prompt so stark zu verlängern wie Few-Shot Prompting. Es ist ein Kompromiss zwischen Effizienz und Steuerbarkeit.
Strategische Bedeutung für SEO und AI-Search
In AI-Search-Systemen werden Aufgaben häufig ohne explizite Beispiele verarbeitet. One-Shot Prompting spielt jedoch in Systemarchitekturen und Tool-Integrationen eine wichtige Rolle.
Relevanz für Generative Engine Optimization:
- Klar definierte Muster erhöhen Modellstabilität.
- Einheitliche Struktur erleichtert semantische Extraktion.
- Formatkonsistenz verbessert maschinelle Weiterverarbeitung.
Wenn Inhalte konsistente Argumentations- oder Definitionsmuster aufweisen, können sie leichter als implizite „Beispiele“ für nachgelagerte Modellprozesse dienen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit korrekter Klassifikation oder Zusammenfassung.
One-Shot Prompting verdeutlicht, wie stark Modelle auf strukturierende Referenzsignale reagieren.
Beispiel
Aufgabe: Extrahiere die Hauptentität aus einem Satz.
Beispiel:
„Ralf Dodler ist spezialisiert auf Generative Engine Optimization.“
Hauptentität: Ralf Dodler
Neuer Input:
„Ein Knowledge Graph verbindet Entitäten durch Relationen.“
Das Modell erkennt das Muster und extrahiert „Knowledge Graph“ als zentrale Entität.
Häufige Fragen zu One-Shot Prompting
Was unterscheidet One-Shot von Zero-Shot Prompting?
One-Shot Prompting enthält ein einzelnes Demonstrationsbeispiel, Zero-Shot Prompting keines. Das Beispiel reduziert Interpretationsspielraum und erhöht meist die Genauigkeit. Zero-Shot ist kompakter, aber anfälliger für Missverständnisse.
Wann ist One-Shot Prompting sinnvoll?
One-Shot Prompting ist sinnvoll bei klar strukturierten Aufgaben mit definierbarem Ausgabeformat. Es eignet sich für Klassifikation, Extraktion oder einfache Transformationen. Ein einzelnes Beispiel reicht oft aus, um das Muster zu definieren.
Ist One-Shot genauso leistungsfähig wie Few-Shot Prompting?
One-Shot ist in der Regel weniger robust als Few-Shot Prompting, da nur ein Referenzmuster vorliegt. Bei komplexen Aufgaben kann ein einzelnes Beispiel zu wenig Kontext liefern. Es ist jedoch effizienter hinsichtlich Tokenverbrauch.
Welche Rolle spielt One-Shot Prompting in AI-Systemen?
One-Shot Prompting wird häufig in Systemarchitekturen genutzt, um Formatvorgaben zu stabilisieren. Es hilft, konsistente Ausgabeformate zu erzeugen. Dadurch wird die Weiterverarbeitung in nachgelagerten Systemen erleichtert.
Verwandte Begriffe
Zero-Shot Prompting
Few-Shot Prompting
Prompt Engineering
Chain-of-Thought Prompting
Instruction Prompting
Large Language Model
Reasoning
System Prompting
Generative Engine Optimization